1Bedarf und Möglichkeiten klären
Der erste Schritt besteht darin zu verstehen, was eine Organisation tatsächlich braucht und womit sie sinnvoll in die Digitalisierung starten sollte.
Dabei bringen wir drei Perspektiven zusammen: den Bedarf der Organisation, die Möglichkeiten moderner digitaler Plattformen und die eigenen Rahmenbedingungen des Unternehmens – Ressourcen, Zeit, Budget, Kompetenzen und die Bereitschaft zu Veränderungen.
Man kann alles auf einmal wollen. Genauso kann es vorkommen, dass ein Unternehmen noch gar nicht weiss, welche Aufgaben sich mit modernen digitalen Lösungen bereits heute lösen lassen.
Meine Aufgabe ist es, Anforderungen zu formulieren, die Möglichkeiten der Plattform verständlich zu machen, realistische Varianten zu bewerten und einen sinnvollen Weg für die Umsetzung zu bestimmen.
Das Ergebnis dieser Phase ist eine klare Richtung und eine erste Roadmap für die Digitalisierung.
Im nächsten Schritt wird das digitale Informationssystem konzipiert.
Wir halten den heutigen Zustand und den gewünschten Zielzustand fest und bestimmen anschliessend, wie ein System aussehen muss, das diesen Übergang unterstützt.
Für mich beginnt die Konzeption nicht mit der Auswahl von Anwendungen. Zuerst muss verstanden werden, wie die Organisation arbeitet, wie sie gesteuert werden soll und welche Informationen sie für Analyse und Entscheidungen benötigt.
Im Laufe der Konzeption entsteht Dokumentation, die gleichzeitig Teil des Wissens der Organisation wird. Da die Einführung eines Informationssystems immer auch Veränderungen mit sich bringt, entsteht dabei zugleich eine Grundlage für ein späteres Wissensmanagement und Change Management.
Einer meiner wichtigsten Grundsätze lautet:
Jede Entwicklungsphase muss mit einem konkreten, nutzbaren Ergebnis abgeschlossen werden.
Ein Informationssystem sollte sich nicht dauerhaft in einem Zustand endloser Entwicklung befinden. Wir definieren einen Abschnitt, setzen ihn um, führen ihn ein – und die Organisation erhält ein abgeschlossenes funktionales Ergebnis, das bereits im Arbeitsalltag genutzt werden kann.
Damit Organisationen, die erst am Anfang ihrer Digitalisierung stehen, einfacher den ersten Schritt machen können, habe ich fertige digitale Lösungen als Startvorlagen vorbereitet.
Eine solche Lösung kann schnell bereitgestellt und im realen Arbeitsalltag getestet werden. Anschliessend lässt sie sich schrittweise an die Prozesse, die Branche und die Besonderheiten der jeweiligen Organisation anpassen.
Für Organisationen mit einer projektorientierten Arbeitsweise – bei denen jeder Auftrag eigene Merkmale, Termine, Dokumente, Aufgaben und Beteiligte hat – ist eine solche Startlösung beispielsweise der Project Center.
So muss die Entwicklung nicht bei null beginnen. Die Organisation erhält eine funktionierende Grundlage, die anschliessend gemeinsam mit ihr weiterentwickelt werden kann.
Weiterentwicklung ist ein natürlicher Bestandteil des Lebenszyklus eines digitalen Informationssystems.
Auch die Organisation selbst verändert sich: Neue Aufgaben entstehen, Mitarbeitende sammeln Erfahrungen, Prozesse, Anforderungen, Marktbedingungen und technologische Möglichkeiten verändern sich.
Deshalb muss sich auch das Informationssystem gemeinsam mit der Organisation weiterentwickeln.
Dabei gilt derselbe Grundsatz: Weiterentwicklung bedeutet keine endlose Überarbeitung. Jeder neue Schritt braucht ein klares Ziel und muss zu einem abgeschlossenen Ergebnis führen, das die Arbeit verbessert und die Grundlage für den nächsten Entwicklungsschritt schafft.